Jörg Klock erzielt Gold und Silber bei WM in Granada

Deutsche dominieren WM der Vorderlader in Granada – Walter Massing stark.

Die deutschen Vorderladerschützen wurden der Favoritenrolle bei den 16. Weltmeisterschaften in Granada (Spanien) gerecht. Das 23-köpfige Nationalteam dominierte vom 30. September bis 3. Oktober unter den 352 Startern aus 24 Nationen die 59 Entscheidungen. Es erzielte 57 Medaillen, davon 29 erste Plätze.

Mit vier Goldmedaillen hatte Walter Massing großen Anteil an den Erfolgen und behauptete den Platz unter den weltbesten Vorderladerschützen. In den Einzelwettbewerben siegte der 55 Jahre alte Ginsheimer zwei Mal und erhöhte die Titelbilanz auf elf seit dem Jahr 2000. „Es war die beste Standanlage, auf der wir im Ausland bisher geschossen haben“, lobte Massing die großzügige Schießsportanlage „Juan Carlos II.“, die zwei Wochen zuvor Austragungsort der WM des Internationalen Schützen-Verbandes in den olympischen Disziplinen war.

Wie Walter Massing (Ginsheim, Tell Hassloch) hatte sich Reiner Holla (Bischofsheim, Wiesbadener Schützengesellschaft)  ebenfalls für die Titelkämpfe in Granada qualifiziert. Während der vier Wettkampftage bestritt er acht Starts und wurde mit zwei Mannschaftsgoldmedaillen belohnt. Dabei unterstrich Holla seine Klasse in den 100-Meter-Wettbewerben im Liegendanschlag. Im Einzelwettbewerb „Maximilian“ gelang ihm mit 94 Ringen der Sprung auf das Siegerpodest. Als Dritter erzielte er die erste WM-Einzelmedaille.

Jörg Klock (Reinheim) kehrte mit einer Gold- und Silbermedaille zurück, die er in den Mannschaftswettbewerben in den Kurzwaffendisziplinen gewann. „Nach Hause fahren, weiter trainieren. Meine Ergebnisse waren hier nicht schlecht, aber für eine Weltmeisterschaft reichen sie nicht. Mir hat das Quäntchen Glück gefehlt“, zog Klock das Fazit nach der dritten Teilnahme bei einer Vorderlader-WM, bei der er die erhoffte Einzelmedaille verfehlte. Für den Kurzwaffen-Spezialisten begannen die Titelkämpfe mit 93 Ringen und Rang 21 im Wettbewerb „Mariette“ mit dem Perkussionsrevolver. Danach belegte er nach 13 Schüssen auf 25 Meter und 93 Ringen mit dem Original-Perkussionsrevolver im Wettbewerb „Colt“ Rang neun und war damit am Gewinn der Mannschaftssilbermedaille im Wettbewerb „Adams“ beteiligt.

Den Wettbewerb „Tanzutsu“ beendete Klock mit der Luntenschlosspistole als 16. und verpasste mit 89 Ringen die Medaillenränge um drei Ringe. Seine beste Leistung zeigte der Südhesse mit der Perkussionspistole im Wettbewerb „Kuchenreuter“. Mit 95 Ringen wurde er 13. und hatte großen Anteil am Gewinn des Mannschaftsgoldes im Wettbewerb „Forsyth“. Mit der Steinschlosspistole im Wettbewerb „Cominazzo“ erzielte er 85 Ringe und beendete den Auftritt in Granada mit dem 30. Rang.

Bericht  Darmstädter Echo (wsm)

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