Vorderlader WM 2014 España Tag 1

Granada, Spanien 30.9. 2014

Wettbewerb "Pauly" Gold für T. Baumhakl, M. Frey, P. Käpernick

Wettbewerb "Pauly" Gold für T. Baumhakl, M. Frey, P. Käpernick

 

Am Dienstag wurden die ersten Wettkämpfe im spanischen Granada mit den historischen Vorderladerwaffen  ausgetragen . Für das Deutsche Team ein sehr erfolgreicher Auftakt. In den Einzel- und Mannschafts- Wettbewerben wurde Edelmetall gewonnen.

 

 

Lamarmora Original: (Dienstgewehr stehend 50m)
Gold Thomas Baumhakl (97 Ringe)
Gold Team ENFIELD (Sturm, Baumhakl, Bailer)

Lamarmora Replika: (Dienstgewehr stehend 50m)
Gold Michael Sturm (97 Ringe)

Minie Original: (Dienstgewehr 100m liegend)
Gold Peter Käpernick (96 Ringe)
Silber Thomas Baumhakl (97 Ringe)
Gold Team "Pauly" (Baumhakl, Frey, Käernick)

Minie Replika: (Dienstgewehr 100m liegend)
Silber Team Magenta (Brader, Dippel, Sturm)

Mariette (Perkussions Revolver 25m)
Bronze Volker Valentin (97) Ringe)

PENNSYLVANIA Original (Steinschloßgewehr 50m)
Gold Michael Frey (94 Ringe)
Bronze Alfred Bailer (93 Ringe)

PENNSYLVANIA Replika (Steinschloßgewehr 50m)
Gold Walter Massing (97 Ringe)
Bronze Achim Bailer (96 Ringe)
Gold Team KOSSUTH (Baumhakl, Sturm, Brader)

 

Vorderlader WM 2014 España – Granada

Eröffungsfeier Deutsches National Team. Fahnenträger "Thomas Baumhakl"

Eröffungsfeier Deutsches National Team. Fahnenträger "Thomas Baumhakl"

30.09.2014 – Die diesjährige Weltmeisterschaft der Vorderladerschützen findet im Süden Spaniens, in der weltbekannten Metropole Granada statt. Hier wurden noch vor einer Woche die Weltmeisterschaften des Internationalen Schießsportverbandes ISSF ausgetragen, bei der die Teilnehmer des Deutschen Schützenbundes eine sehr gute Medaillenausbeute erzielten.

Nun bietet der Spanische Schützenverband den Schützen der MLAIC – dem Weltdachverband der Vorderladerschützen – die Möglichkeit, auf den gleichen Anlagen Ihre Weltmeister zu ermitteln. Die Trainingseinheiten wurden aus Sicht der DSB-Schützen am Sonntag und Montag mit guten Ergebnissen absolviert und ab sofort geht es um die Medaillen. Natürlich wird von der deutschen Delegation einiges an Edelmetall erwartet, zumal die Vorderlader-Abteilung des DSB in der Vergangenheit geradezu ein Medaillengarant war.

Der neue Bundesreferent Vorderlader, Gerhard Lang, welchen der DSB als Mitglied der MLAIC-Kommission vorgeschlagen hatte, wurde auch gleich beim ersten Anlauf nahezu einstimmig mit einer Stimmenthaltung von der internationalen Delegierten-Versammlung in dieses wichtige Gremium gewählt.

Weitere Gremiumsmitglieder kommen aus den Niederlanden, Ungarn, Italien, den USA und Australien. Als Generalsekretär wurde David Brigden (England) bestätigt. Neuer Mann als Vize-Generalsekretär wurde der Spanier Ramón Selles-Callabuig.

Am Montagabend wurde mit dem traditionellen Umzug der Delegationen und dem Empfang der Nationen durch die Bürgermeisterin von Las Gabias (Granada), dem Präsidenten des Spanischen Schießsportverbandes sowie dem Generalsekretär des MLAIC die 26. Weltmeisterschaften eröffnet. Ab heute werden 355 Schützen aus 24 Nationen in den verschiedenen Disziplinen um das begehrte Edelmetall kämpfen.

Die Deutschen Teilnehmer:

Nach den nationalen Ausscheidungen haben sich folgende 24 Schützinnen und Schützen für das WM-Aufgebot des DSB qualifiziert:

Tania Heber (Daisendorf)
Carolin Wägeli (Bärenthal)
Gudrun Wittmann (Fischbachau)

Achim Bailer (Eutingen)
Alfred Bailer (Eutingen)
Thomas Baumhakl (Asslar)
Leonhard Brader (Fischbachau)
Johannes Dippel (Breitenbach)
Matthias Dreisbach (Bad Berleburg)
Michael Frey (Bubenheim)
Armin Grübl (Niederwinkling)
Reiner Holla (Bischofsheim)
Czeslaw Janowski (Rodenbach)
Peter Käpernick (Waakirchen)
Jörg Klock (Reinheim)
Martin Kloke (Hemsbach)
Gerhard Lang (Laudenbach)
Franz Lotspeich (Söhnstetten)
Walter Massing (Ginsheim)
Hannes Oberpriller (Grainau)
Michael Sturm (Schwäbisch Hall)
Volker Valtentin (Finsterwalde)
Dirk Wilms (Westoverledingen)
Hans Zipperer (Stuttgart)

Beitrag: Gerhard Lang

Tell zieht an PSG vorbei

Neuling Tell Raunheim mit Perkussionspistole noch Gauliga-Zweiter

Als Vizemeister beenden die Neulinge von Tell Raunheim die Gauliga-Punktrunde der Vorderladerschützen mit der Perkussionspistole. Mit zwei Siegen in Folge zogen die Raunheimer noch an der zweiten Groß-Gerauer Mannschaft vorbei.

Die entscheidende Begegnung um Rang zwei gewannen die Raunheimer Peter Wolf (129), Marcus Väth (124) und Friederike Neumann (119) gegen die Oberliga-Reserve der PSG Groß-Gerau. Seinen Platz festigte das Tell-Trio mit dem abschließenden Erfolg gegen Darmstadt II.

Nach der Niederlage gegen Raunheim mussten sich die Groß-Gerauer Raimund Becker (123), Hans Dörr (121) und Franz Geiger (115) auch Wersau geschlagen geben. Sie beendeten die Saison auf Platz drei.

Rüsselsheimer Echo(wsm)

Vorderlader Kurzwaffe: Die Entscheidung

Zum letzten Wettkampf mit der Vorderlader Kurzwaffe in der Gau Klasse Starkenburg trafen sich am Samstag 27.9.2014 das Team von Tell Raunheim und die PSG Darmstadt zum Rundenwettkampf. Bei schönem Wetter wurden die Pistolen und Revolver in Raunheim ausgepackt um nochmals um jeden Ring zu kämpfen. Aber weder bei den Gästen noch bei der Heimmannschaft lief es wunschgemäß. Peter Wolf kam nicht mit dem geänderten Abzug zurecht und Marcus Väth sowie Friederike Neumann schossen beide auf der Heimanlage deutlich zu tief. Nach Auswertung der Wettkampfscheiben gewann Tell Raunheim  mit 8 Ringen Vorsprung, somit blieben die letzten 2 Punkte zu Hause.

In der Tabelle steht somit SSG Tell Raunheim auf Platz 2 hinter  dem SV Wersau.

Ergebnis :  365 zu 357 Ringe zu gunsten SSG Raunheim

Für Tell Raunheim:

  • Peter Wolf                 126 Ringe
  • Marcus Väth              119 Ringe
  • Friederike Neumann  120 Ringe

als Ersatz:

Dieter Schmied 71 Ringe    und    Uwe Hohmann 110 Ringe

 

Für PSG Darmstadt:

  • Jürgen Weinhardt      128 Ringe
  • Hans-Georg Stein     114 Ringe
  • Dieter Weigel Rieg    115 Ringe

 

Raunheimer Christoph Schneider nicht allein auf dem Schießstand ein Ass

Ambitioniert: Der Deutsche Jugendmeister Christoph Schneider, der für Tell Raunheim auf den Schießstand geht, will seine Leistungen in der neuen Saison bestätigen.  Foto: Michael Kapp

Ambitioniert: Der Deutsche Jugendmeister Christoph Schneider, der für Tell Raunheim auf den Schießstand geht, will seine Leistungen in der neuen Saison bestätigen.
Foto: Michael Kapp

Christoph Schneider hat sich bei der Deutschen Meisterschaft in München mit der mehrschüssigen Pistole den Jugendtitel gesichert. In seinem Verein, der Sport-Schützengesellschaft „Tell“ Raunheim, wurde der erfolgreiche Sportler bereits groß gefeiert. Schneider, der 2013 bereits mit Platz zwei bei der Hessenmeisterschaft auf sich aufmerksam machte, kam vor vier Jahren zum Schießsport. Der meist ernst wirkende Schüler, der nach Erlangung der Mittleren Reife von der Anne-Frank-Schule an die Gustav-Heinemann-Schule nach Rüsselsheim gewechselt ist, um dort das Abitur zu machen, erzählt, dass er seine Eltern nach einem Besuch auf dem Schützenfest gebeten habe, Mitglied bei der SSG Tell werden zu dürfen. Erfolge steigern Akzeptanz Mit zwölf Jahren war Schneider da gerade alt genug, um mit der Luftpistole schießen zu dürfen. Zunächst noch mit einer vom Verein gestellten Waffe. Die damaligen Jugendleiter Hannelore Arlt und Peter Wolf erkannten schnell das Talent von Schneider, der auch in der Schule mit sehr guten Leistungen überzeugte – unter anderem als Gewinner des Mathematikwettbewerbs. Im Allgemeinen heißt es, dass sich die Konzentration, die ein guter Schütze aufzubringen vermag, auf seine geistigen Fähigkeiten auswirke. Bei dem heute 16-Jährigen, der die Mittlere Reife mit einem Notendurchschnitt von 1,8 bestanden hat, war es gerade umgekehrt. Der als sehr ruhig und überlegt wahrgenommene Schüler brachte ideale Voraussetzungen für den Schießsport mit.

Vater Holger, seit dem Frühjahr Jugendwart bei den Tell-Schützen, verschweigt nicht, dass die sportlichen Ambitionen seines Sohnes in der Schule, nur wenige Jahre nach dem Amoklauf in Winnenden, zunächst eher skeptisch gesehen wurden. Doch mit den zunehmenden Erfolgen, die der Nachwuchsschütze, der mittlerweile in den Landesleistungskader aufgenommen wurde, erzielte, stieg die Akzeptanz für den von Christoph Schneider leidenschaftlich ausgeübten Sport.

Schließlich sei es kein Problem mehr gewesen, Christoph für die Teilnahme an Wettbewerben von der Schule freistellen zu lassen. Damit der Sohn, der zum 13. Geburtstag die erste eigene Luftpistole bekam, den Schießsport ausüben darf, musste der Vater nicht nur Mitglied im Verein werden, sondern als Erziehungsberechtigter auch an Lehrgängen, unter anderem zum Erwerb der Waffenberechtigungskarte, teilnehmen. Holger Schneider ist vom Potenzial des Sohnes überzeugt: „Bei den Ergebnissen, die er schießt, ist er im nächsten Jahr auch wieder dabei.“

Christoph, der als weiteres Hobby Fahrrad fahren nennt, freut sich bereits auf die nächste Wettkampfsaison. Mit Blick auf bevorstehende Meisterschaften erklärt er: „Es wäre schön, wenn man es wieder hinkriegt!“ Mittlerweile zeigt sein jüngerer Bruder Michael, der sich mit elf Jahren noch mit der Laserwaffe zu begnügen hat, ebenfalls Ambitionen.

von Michael Kapp

Meisterlich mit der Freien Pistole

Titel für den SV Falken-Gesäß in der Oberliga Süd – Wersaus Vorderladerschützen steigen ab
Zum Abschluss der Rundenwettkämpfe mit dem Kleinkalibergewehr landeten die Sportschützen des SV Falken-Gesäß in der Oberliga Süd noch einmal zwei Siege und beendeten die Saison als Meister mit der Freien Pistole. Die zweite Sportpistolenmannschaft schaffte als Aufsteiger mit ausgeglichenem Punktekonto den Klassenerhalt.

Gegen Schlusslicht Offenbach-Bieber brachten Aaron Sauter (272), Andreas Fix (263) und Karl-Jürgen Sauter (249) mit der Freien Pistole für den SV Falken-Gesäß den ungefährdeten Titelgewinn in dieser Disziplin ins Ziel. Das zweite Sportpistolenteam des SV Falken-Gesäß musste zunächst gegen Meister Offenbach-Bieber eine erwartete Niederlage hinnehmen, doch gegen Walldorf nutzten Karl-Jürgen Sauter (272:270), Matthias Fink (273:268) und Horst Krämer (268:258) ihre Siegchancen und etablierten damit die Odenwälder Aufsteiger im Mittelfeld der Abschlusstabelle.

Bei den Vorderladerschützen konnten die Aktiven der zweiten Mannschaft aus Falken-Gesäß in der Gauliga Starkenburg keine Punkte gewinnen. Fritz Baumann (132 / 129), Marko Rieger (105 / 118) und Stefan Gutjahr (100 / 110) verloren nach der Heimniederlage gegen Groß-Gerau auch die Auswärtsbegegnung in Darmstadt.

Das Abstiegsschicksal ereilte die Wersauer Vorderladerschützen mit dem Perkussionsgewehr in der Oberliga Süd. Nach Rang drei im Vorjahr und einer guten Vorrunde musste das Odenwälder Team in der Rückrunde fünf Niederlagen in Folge hinnehmen und fiel auf den letzten Tabellenplatz zurück. Die letzte Chance auf den Klassenerhalt vergaben Georg ‚Dreher (135), Andreas Schimpf (129) und Jürgen Eidenmüller (140) durch eine knappe Niederlage in Darmstadt.

Sportgewehr, Oberliga Süd:
Raibach – Wehrheim 4:1,
Büttelborn – Gundernhausen 1:4,
Sulzbach – Raibach 5:0.

Tabelle:
1. SV Sulzbach 47:3-20:0,
2. SG Gundernhausen 30:20-14:6,
3. SV Rai-Breitenbach 23:22-10:8,
4. SV Raibach 22:28-8:12,
5. HSG Büttelborn 18:32-6:14,
6. SV Wehrheim 5:40-0:18.

Sportpistole, Oberliga Süd:
Offenbach-Bieber – Falken-Gesäß II 4:1,
Kriftel – Offenbach-Bieber 0:5,
Falken-Gesäß II – Walldorf 4:1,
Usingen – Fürth 3:2.

Abschlusstabelle:
1. SV Offenbach-Bieber 35:15-16:4,
2. TGS Walldorf 24:26-12:8,
3. SV Fürth 30:20-10:10,
4. SV Falken-Gesäß II 27:23-10:10,
5. SG Usingen 22:28-8:12,
6. SV Kriftel 12:38-4:16.

Freie Pistole, Oberliga Süd:
Raunheim – Dasbach 759:745,
Falken-Gesäß – Offenbach-Bieber 784:750,
Raunheim – Wehen 763:727,
Groß-Gerau – Dasbach 767:790.

Abschlusstabelle:
1. SV Falken-Gesäß 7800-18:2,
2. SVF Dasbach 7867-14:6,
3. Tell Raunheim 7733-12:8,
4. PSG Groß-Gerau 7666-8:12,
5. SV Wehen 7469-6:14,
6. SV Offenbach-Bieber 7407-2:18.

Perkussionspistole, Oberliga Süd:
Oberstedten – Darmstadt 406:384,
Oberstedten – Seligenstadt 390:368,
Rüsselsheim II – Darmstadt 396:397,
Wiesbaden – Groß-Gerau 392:366.

Abschlusstabelle:
1. SV Oberstedten 3937-14:6,
2. WSG Wiesbaden 3917-14:6,
3. SV Seligenstadt 3909-14:6,
4. PSG Darmstadt 3903-10:10,
5. PSG Groß-Gerau 3749-6:14,
6. SV Rüsselsheim II 3780-2:18.

Vorderlader kurz Gauliga:
Falken-Gesäß II – Groß-Gerau II 337:362,
Darmstadt II – Falken-Gesäß II 363:357.

Tabelle:
1. SV Wersau 2696-14:0,
2. PSG Groß-Gerau II 2227-8:4,
3. Tell Raunheim 2275-6:6,
4. SV Falken-Gesäß II 2609-4:12,
5. PSG Darmstadt II 2176-2:12.

Perkussionsgewehr, Oberliga Süd:
Darmstadt II – Wersau 408:404,
Neu-Anspach – Wiesbaden 393:401.

Abschlusstabelle:
1. Tell Mörfelden 4074-16:4,
2. WSG Wiesbaden 4067-13:7,
3. PSG Darmstadt II 4050-10:10,
5. SV Neu-Anspach 3985-7:13,
6. SV Wersau 4004-6:14.

Darmstädter Echo(wsm)

Wiesbadener Schützengesellschaft Ferienspiele: Bogenschießen für Kindern

Ob sie sich vorstellen können, ernsthaft beim Bogenschießen einzusteigen? Auf die Frage nicken alle Kinderköpfe eifrig. Es ist aber auch ein zu schöner Abenteuertag, den die Wiesbadener Schützengesellschaft für das städtische Ferienprogramm „Wi & You“ organisiert hat. „Wir sind schon acht Jahre lang dabei“, sagt Oliver Höhmann, der sich mit acht Vereinskollegen das Programm ausgedacht hat.

An der Haltung feilen.

Thorsten Bauer (l.) und Katja Rühl (r.), Mitglieder der Wiesbadener Schützengesellschaft (l.), erklären beim städtischen Ferienprogramm „Wi & You“ den richtigen Umgang mit Pfeil und Bogen. Foto: RMB/Heiko Kubenka

Thorsten Bauer (l.) und Katja Rühl (r.), Mitglieder der Wiesbadener Schützengesellschaft (l.), erklären beim städtischen Ferienprogramm „Wi & You“ den richtigen Umgang mit Pfeil und Bogen.
Foto: RMB/Heiko Kubenka

Alle haben einen Urlaubstag für die Kinder „geopfert“ – aber als Opfer sehen sie das nicht an, denn „die Arbeit mit den Kindern macht wirklich viel Spaß“, meint Michael Mayer, der die Station „Pfeilebau“ übernommen hat. Die Holzstäbe werden unter seiner fachlichen Anleitung geschliffen, bis sie ganz glatt sind. Dann dürfen die Kinder sich Federn aussuchen, die auf das Pfeilende geklebt werden. Auch die Vorrichtungen, um den Pfeil in den Bogen zu legen, werden angeklebt. Die Spitze wird zwar wie mit einem Bleistiftspitzer angespitzt, bleibt in diesem Falle aber sonst stumpf, ohne Metallspitze, denn der selbst gebaute Pfeil darf natürlich mitgenommen werden. Geschossen wird unter Aufsicht auf zwei Zielscheiben, die eine mit, die anderen ohne Luftballons als Ziel.

Zunächst gilt es jedoch, das „Schießauge“ auszumachen, durch das jeder beim Zielen guckt. Das ist keineswegs immer das Auge, das dazu passt, ob man Rechts- oder Linkshänder ist, erklärt Höhmann. „Das ist ein weitverbreitetes Missverständnis.“ Nur wer durch das richtige Auge schaut, kann auch richtig zielen. Dann muss natürlich an der Haltung gefeilt werden, „aber sonst betreiben wir hier sogenanntes intuitives Schießen“, erklärt Höhmann. Konzentration ist dazu notwendig, und Ruhe. „Das ist auch das Tolle am Bogenschießen“, so Michael Mayer. „Man kommt gut runter nach einem hektischen Tag.“

Das wundervolle Gelände oberhalb des Neuen Schützenhauses, das die Bogenschützen selbst angelegt haben und pflegen, tut sein Übriges dazu. Bis zu 90 Meter weit kann hier theoretisch geschossen werden, aber natürlich stehen die Zielscheiben für die Kinder gerade mal zehn Meter weit. Schwierig genug, sie überhaupt zu treffen. Der 13-jährige Sebastian kann das aber schon ganz gut und ist nun bereit für den Wechsel zur Scheibe mit den Luftballons. „Macht Spaß“, sagt der Junge, der gespannt auf die weiteren Stationen ist, die die Schützen anbieten. Dazu gehört auch eine „Schatzsuche“ mit einem Metalldetektor, natürlich in sicherem Abstand zu den Bogenschützen. Vergraben sind allerhand kleine „Schätze“, der Metalldetektor kommt gar nicht aus dem Piepsen heraus. Dazu flackert ein Lagerfeuer, „aber wegen des unsicheren Wetters grillen wir heute nicht“, sagt Höhmann, „stattdessen stiftet die Wirtin Tina Ramolla vom Schützenhaus das Mittagessen“. Der Bogenschießsport, so Höhmann, erfreut sich auch im Verein eines guten Zuspruchs. „Wir haben auch eine Jugendabteilung, Reinschnuppern ist jederzeit möglich.“ Fortgeschrittene können dann auch irgendwann auf einem großzügig im Gelände angelegten Parcours schießen, bei dem sich Plastik-Tiere in den Bäumen und Büschen - sogar Bären und Kojoten sind darunter.

Wiesbadener Kurier

Nur Andrea Mischerholt einen Punkt

Oberligist HSG Büttelborn kassiert mit Kleinkalibergewehr 1:4-Niederlage
Mit einer erwarteten 1:4-Heimniederlage beendeten die Kleinkalibergewehrschützen der HSG Büttelborn die Runde in der Oberliga Süd. Gegen die zweitplatzierten Gäste der SG Gundernhausen holte nur Andrea Mischer einen Punkt.

Mit drei Siegen auf der Habenseite hatte sich Aufsteiger HSG Büttelborn vorzeitig den Klassenerhalt in der Oberliga Süd gesichert. Gegen Vorjahresmeister Gundernhausen mit der ehemaligen Nationalschützin Tatjana Poseiner auf der Spitzenposition mussten sich Thomas Lache (555:570), Joachim Gruber (553:560) und Reiner Metzsch (550:556) trotz guter Leistungen geschlagen geben. Andrea Mischer gewann auf der vierten Mannschaftsposition gegen Jörg Steiger mit 544:532 Ringen einen Punkt.

TGS Walldorf fehlen zwei Leistungsträger

Nationalschütze Lucas Jourdan war von den Weltmeisterschaften aus Granada noch nicht zurück. Zudem fehlte der TGS Walldorf beim Saisonabschluss der Sportpistolenschützen in der Oberliga Süd mit Bernd-Arno Nikolaus ein weiterer Leistungsträger. So hatte das TGS-Team in Falken-Gesäß keine Siegchance, behielt allerdings trotz der 1:4-Niederlage den zweiten Tabellenplatz.

Den einzigen Zähler für Walldorf verbuchte Heinz Wenner, der mit einer starken Leistung auf der Spitzenposition gegen Achim Krämer mit 284:279 Ringen siegte. Die übrigen Begegnungen verloren Gernot Lang (270:272), Dirk Epstein (268:273) und Oliver Paul (258:268).

Nach dem Titelgewinn im Vorjahr beendeten die Raunheimer Tellschützen die Oberliga-Punktrunde mit der Freien Pistole auf dem dritten Tabellenplatz. Zum Abschluss überraschten Thomas van der Burg (257), Holger Simon (257) und Peter Wolf (245) die Dasbacher Gäste und ließen einen glatten Heimsieg gegen Wehen folgen. Neben Peter Wolf (261) und Holger Simon (259) kam zum Saisonende noch einmal Matthias Götz (243) zum Einsatz.

Gegen eine deutlich verbesserte Mannschaft der Dasbacher Falken verloren die Groß-Gerauer PSG-Schützen ihre letzte Saisonbegegnung. Für Michael Meyer (263), Maik Schamber (249) und Rolf Gölzenleuchter (255) endete die Saison auf dem vierten Tabellenplatz.

Rüsselsheimer Echo(wsm)

VL Kurzwaffe abendlicher Wettkampf in Groß-Gerau

Zur abendlicher Stunde begann am 23.9.2014 in Groß-Gerau der Rundenwettkampf mit der Vorderlader Kurzwaffe der Gau Klasse Starkenburg. Die Mannschaft von Tell Raunheim startete zuversichtlich, aber das komplette Team hatte einen "schwarzen Tag".  Marcus Väth und Friederike Neumann versauten sich die Ergebnisse mit "weißen Mücken" und bei Peter Wolf löste sich ein Schuss, so war sein Ergebnis deutlich unter seinen Erwartungen, aber 129 Ringe mit nur 14 Schuss war eine beachtliche Leistung. Der beste Schütze von Groß Gerau Raimund Becker benötigte für die gleiche Ringzahl  15 Schüsse. Aber abgerechnet wird erst nach dem letzten Schuss und auch bei der Mannschaft von Groß Gerau lief an dem Abend nichts, sie schossen ihr schlechtestes Ergebnis in dieser Runde. Die Auswertung der Wettkampfscheiben ergab, dass letzten Endes die 2 Punkte mit klaren 14 Ringen Vorsprung an die Mannschaft von Tell Raunheim gingen .
Ergebnis :  PSG Groß Gerau : SSG Tell Raunheim 358 : 372

Für PSG Groß-Gerau:

  • Raimund Becker        129 Ringe
  • Hans Dörr                    116 Ringe
  • Thomas Menger         113 Ringe

    als Ersatz Franz Geiger  115 Ringe

Für Tell Raunheim:

  • Peter Wolf                 129 Ringe
  • Marcus Väth              124 Ringe
  • Friederike Neumann  119 Ringe

Vorderlader Pistole: Oberliga Süd Abschluss

Vor dem letzten Wettkampftag in der Hessischen Oberliga Süd in der Disziplin "Perkussionspistole" waren rein theoretisch noch drei Vereine Richtung Meistertitel unterwegs. Wobei die Seligstädter Sportschützen von der besten Ausgangsposition nach aktuellem Punktestand ausgehen konnten. Die weiteren Vereine um den Titelkampf waren der SV Oberstedten und die Wiesbadener Schützengesellschaft.

Entscheidung:

In der direkten Begegnung zwischen dem SV Oberstedten und den Seligstädter Sportschützen am Samstag viel bereits eine Vor-Entscheidung. Oberstedten konnte den Kampf auf eigenem Stand mit 390 : 368 Ringen gewinnen und schloss damit punkte mäßig zu Seligenstadt auf. Dank der bis dahin erzielten höheren Gesamtringzahl belegt Oberstedten die Position eins der Tabelle und sicherte die beste Ausgangsposition um Meister zu werden.

In Begegnung zwei zwischen der Wiesbadener Schützengesellschaft und der PSG Groß-Gerau, die erst am Sonntag ausgetragen wurde, mussten die Wiesbadener Schützen unbedingt ihren Heimkampf gewinnen und eine gewaltigen Gesamtringzahl aufholen, um noch bei der Vergabe des Meistertitels mitreden zu können.
Dies gelang nur teilweise, zwar siegte die WSG in der Besetzung "Bernd Schneider 132 Ringe,  Elmar Sitzmann 131 Ringe und Norbert Westphal 129 Ringe"  klaren mit einer Gesamtringzahl von 392 : 366 Ringen und konnte so den Punktegleichstand zu Oberstedten und Seligenstadt herstellen, allerdings fehlten 21 Ringe zum Meistertitel gegenüber Oberstedten.

Vor dem letzten Wettkampftag stand bereits als Absteiger der SV Rüsselsheim, der nur einen Sieg in der Runde vorweisen konnte, fest.

Abschlusstabelle:

VeNr. Verein Ringe M-Pkte.
1. 8412 SV Oberstedten 3.937 14 : 06
2. 7102 Wiesbadener SG 3.917 14 : 06
3. 8216 Seligenstädter SpSch 3.909 14 : 06
4. 9101 PSG Darmstadt 3.903 10 : 10
5. 9501 PSG 1590 e.V. Groß-Gerau 3.749 06 : 14
6. 9504 SV 1862 Rüsselsheim 3.780 02 : 18